Nicht nur die Gadgets und Features waren Fehler behaftet, auch achtete man wenig auf die Funktionalität der angebrachten Tuning Teile im echten Verkehr. Beispielsweise wurde viel zu viel Gewicht auf schwache Karosserien angebracht, was natürlich für Probleme beim Fahren sorgte.
Beispielsweise war der Wagen eines Kandidaten so schwer geworden, dass er bei jeder Welle im Boden an diesem kratzte und dabei dann die Felgen Schaden nahmen. Auch die Federungen stimmten oft nicht, die Wagen waren Bretter hart. Einer der Kandidaten musste vieles von dem Tuning wieder abnehmen lassen, damit er wieder halbwegs problemlos fahren konnte. Das ist ja nicht Sinn und Zweck der Sache..
IMAGO / ZUMA Wire
Was sagen die Macher dazu?
Als man die Produzenten der Show dazu befragte, sagte einer der Leute, dass die Kandidaten wohl zu viel verlangt hätten. Viele der Wagten wären so alt gewesen, dass man alle Mühe gehabt hätte, diese wieder zum Fahren zu bekommen und ohne ihre Hilfe hätten sie ja gar nicht mehr fahren können!
Man hätte alles getan, um den Leuten wieder zu einem fahrtüchtigen Wagen zu verhelfen. Die Mitarbeiter der Werkstatt hätten keine Mühen und auch keine Wege gescheut, um für die passenden Ersatzteile zu sorgen. Bei vielen Autos handelte es sich ja um alte Wagen, für die man nur noch Ersatz auf dem Schrottplatz gefunden hätte. Schlussendlich ging es ja nur um den Eindruck..
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Was wurde aus den Wagen?
Die Frage die sich stellt ist ja, was geschah nach der Show mit den Autos? Einer der Kandidaten behielt das gepimpte Auto für gerade mal einen Monat und verkaufte es dann für mehr als 15.000 Dollar. Er selbst hatte in den Wagen ursprünglich 500 Euro investiert. Ein gutes Geschäft also. Ein anderer Kandidat wiederum steckte weitere 20.000 Dollar in sein Auto und wird wegen des übermäßigen Tunings ständig herausgewunken..
Er erklärt den Polizisten dann, dass er Teilnehmer bei „Pimp my Ride“ war und weitere Reparaturen vornehmen musste, damit auch alles fahrtüchtig ist. Jedes Mal aufs Neue. Uns wäre das den Aufwand nicht wert, wir hätten den Wagen längst gegen einen „normaleren“ eingetauscht. Er erzählt die Geschichte aber auch immer gerne, weil es hat ja doch auch was für sich, Kandidat einer großen MTV Show gewesen zu sein.
Einer der Wagen war nicht mehr viel wert
In einer der Shows hatte man sich um einen völlig ramponierten Honda CRX gekümmert. Dieser hatte das Baujahr 1991, war total fertig, verrostet und konnte so nicht mehr am Verkehr teilnehmen. Die Mechaniker kümmerten sich um den Wagen und verpassten ihm nicht nur eine neue Farbe, alles ist ja besser als Rost, sondern bauten auch Sportsitze ein. Technisch war er noch soweit in Ordnung.
Später dann wurde dieser Honda CRX zum Verkauf angeboten, er sah ja jetzt wieder super aus! Der Preis lag jedoch bei gerade mal knapp 6.000 Dollar. Der Grund für den geringen Preis: Der Motor hatte bereits mehr als 185.000 Kilometer geleistet und das ist dann schon ein bisschen viel, um hier noch mehr Geld verlangen zu können. Optik ist eben nicht alles!