Was geschah wirklich hinter den Kulissen der Kult Show „Pimp my Ride“?

IMAGO / ZUMA Wire

Ein bisschen mehr als tatsächlich war

Man kann sich gut vorstellen, dass nicht alles so schlimm war, wie es dargestellt wurde. Einer der Kandidaten erzählte den Leuten von MTV beispielsweise, dass seine Großmutter gerne mal im Auto rauchte. Das schnappte man auf und war extra Zigaretten Kippen in den Wagen, um das auch deutlich klar zu machen. Einer der übergewichtigen Kandidaten musste zusehen, wie man in seinem Waagen Süßes verteilte, um seinen Lebensstil auch echt darzustellen.

 

Natürlich wurden auch Schäden an den Autos hervorgehoben, die gar nicht so schlimm waren, also bis die Leute von MTV kamen. Diese wurden dann besonders betont und teilweise auch noch verstärkt. Bei einem der Kandidaten Wagen sorgte man dafür, dass Teile des Autos so wirkten, als würden sie bei der nächsten Fahrt einfach herunter kommen..

Stimmten die Zeitangaben?

Natürlich wollte man nach außen hin alles so realistisch wie möglich darstellen. Dazu gehörte auch die Zeitangabe. Also die Dauer, bis das Auto von Schrott auf Hochglanz gebracht wurde. Geschah das alles wirklich so schnell oder dauerten die Reparaturen und die Arbeiten an den Wagen tatsächlich doch länger? Kandidaten erzählten später, dass die Zeitangaben meistens falsch waren.

 

Einige hatten Glück und ihre Wagen waren wirklich innerhalb weniger Tage fertig. Das war natürlich eine große Freude. Aber es gab auch Kandidaten, die bis zu einem halben Jahr warten mussten und dazu kamen die Schwierigkeiten des Ersatzes. Sie mussten sich in der Zwischenzeit Autos mieten, die man ihnen bezahlen wollte, aber auch dabei gab es oft Probleme, die Leute blieben lange auf den Kosten sitzen.

Nur Show

Einer der Kandidaten erzählte später, dass er einige tolle Sachen in sein Auto eingebaut bekommen hatte, man diese aber nach der Show wieder entfernte! Das war also nur für die Show gedacht und keinesfalls für den Mann. Beispielsweise das sogenannte „Pop-up-Champagner-Gerät“, das wurde wieder ausgebaut, weil man meinte, man wolle niemanden zum Trinken animieren.

 

Gut, das kann man verschmerzen, aber es wurden auch weitere Gadgets eingebaut, die im TV gezeigt wurden und danach aber wieder entfernt wurden, weil man sie ja nicht wirklich braucht. Schon fies, vieles hätte den Kandidaten gut gefallen! Aber was macht man nicht alles für den bloßen Eindruck? Wichtig war ja, dass die Autos top aussahen und auch wieder gut fuhren.

Einiges funktionierte gar nicht

Man sorgt bei solchen Shows natürlich auch immer für einen gewissen besonderen Effekt, aber leider war wirklich vieles nur Show. Beispielsweise wurde in einen der Wagen ein Roboter Arm eingebaut, der natürlich unnütz war, aber für viel Unterhaltung sorgte. Dieser funktionierte aber nicht mal richtig. LED Lampen, die man an den Sitzen angebracht hatten, funktionierten nur während der Show, danach waren sie nutzlos.

 

Der Grund, diese erhitzten sich übermäßig, so dass es gefährlich geworden wäre, wenn man sie wirklich in Betrieb gelassen hätte. Auch Dinge wie eine Zuckerwatte Maschine hätte man sich sparen können. Diese war zu groß und sorgte nur für Chaos im Kofferraum. Und ganz ehrlich, wer braucht schon eine Zuckerwatte Maschine im Auto?

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